Karosserievarianten


Grundsätzlich wird beim B2 - unabhängig von der Zahl angetriebener Achsen und Zylinderanzahl sowie dem Baujahr -
zwischen zwei verschiedenen Karosserievarianten unterschieden:

Limousine und Coupé

Zur Limousine rechnet man sämtliche Stufenheck-Karosserien des B2, uabnhängig von der Anzahl der Türen.
Hier wird nun nochmals differenziert zwischen zweitüriger und viertüriger Limousine,
wobei die zweitürige Variante wesentlich seltener anzutreffen ist.

Die viertürige Limousine war von Beginn der Produktion 08/78 bis Ende 08/86 durchgängig erhältlich, die zweitürige Variante ab 03/79, gleichfalls bis zum Auslaufen der Produktion.
Einzig vom Audi 90 gab es nie eine zweitürige Variante; einige Umbauten auf Basis eines zweitürigen Audi 80 sind jedoch in der Szene bekannt.



Zum Coupé rechnet man sämtliche Fließheck-Karosserien des B2, inclusive Urquattro und Sport quattro.

Obwohl der Audi Sport quattro bis zur B-Säule konstruktiv mit der zweitürigen Audi 80 Limousine identisch ist,
zählt er aufgrund seiner Heckgestaltung als Coupé. Das Heck des Sport quattro ist - bedingt durch die Verwendung des Vorderbaus der Limousine incl. Frontscheibe - ca. 3 cm
höher als das des Coupés, die C-Säule steht somit steiler.

Das zur offiziellen Vorstellung 1980 präsentierte "Audi Quattro Coupé" wird hier - der Einfachheit halber - unter dem geläufigeren Begriff "Urquattro" geführt.
Dies vermeidet auch Verwechslungen mit dem 1985 vorgestellten und wesentlich selteneren Audi Coupé quattro.


Das große und augenscheinlichste Facelift, das die gesamte B2-Reihe betraf, wurde nach den Werksferien 08/1984 der Öffentlichkeit präsentiert.
Trotz der teils deutlichen optischen Unterschiede und dem auf den ersten Blick weniger kantig erscheinenden Design der neuen Modelle handelte es sich nicht um eine Neukonstruktion.

Unter geschickt geformten Verkleidungen und mit moderner wirkenden Anbauteile versehen, blieben die Grundkarosserien nach wie vor weitgehend gleich.

Der gelegentlich verwendete Begriff "Zwischenmodell" ist damit genauso falsch wie eine Gliederung in Typ 81 für die "älteren" und Typ 85 für die "jüngeren" Modelle.
Die Typ-Nummern bei Audi haben nichts mit dem Erscheinungsjahr des jeweiligen Modelles zu tun,
was spätestens bei der Nomeklatur anderer Audi-Fahrzeuge wie dem Audi 100 des Typs 44 klar wird.