Doppelscheinwerfer
Die Doppelscheinwerfer der frühen Coupés & Urquattros bis Modelljahr ´82 waren eine Zeit lang in Fankreisen recht begehrt,
viele Umbauten von Vorfacelift-Fahrzeugen sind in der Szene zu sehen, da recht einfach zu bewerkstelligen, wenn die korrekten Teile zur Hand sind.
Ist ein Fahrzeug mit Doppelscheinwerfern (original oder nicht) ausgerüstet, gilt es, mehrere Punkte zu beachten:
- die Doppelscheinwerfer des zeitgenössischen Audi 200 Typ 43 sowie des frühen Scirocco II sehen ähnlich aus,
passen allerdings nicht - egal, was die vollmundige Beschreibung im vermeintlichen Ebay-Schnäppchen einen glauben machen möchte.
Halterahmen, Gläser sowie die verchromten Kusntstoffblenden sind deutlich anders und können auch nicht an den Typ 81/85 angepasst werden.
Die einzigen Gleichteile sind die Halteclips für die Reflektoren.
- gelegentlich werden auch Doppelschenwerfer-Sets angeboten, die von der US-Version des Coupés bzw. vom Audi 4000 stammen.
Hier ist höchste Vorsicht geboten, da diese Sets ausnahmslos mt "Sealen Beam"-Scheinwerfereinsätzen ausgerüstet sind, die in Deutschland verboten sind.
Auch sind die Halteramen deutlich anders, genauso wie die verchromten Kuststoffblenden und deren Aufnahmen.
Kein Teil ist mit den europäischen Doppelscheinwerfern kombinierbar, mithin sind diese Sets hierzulande nutzlos.
- Glas und Reflektor sind eine Einheit - das Glas kann nicht ohne Weiteres vom Reflektor demontiert werden, wie dies bei den späteren Breitbandscheinwerfern möglich ist.
Ein rostiger Reflektor kann einen deutlichen Mangel bei der HU darstellen.
- die originalen Doppelscheinwerfer, die ab Werk beim B2 verbaut wurden, verfügen über eine deutlich sichtbare Stufe im Glas,
die den Scheinwerfer ein Stück weit in den verchromten Kunststoffrahmen hineinragen läßt.
Da die Scheinwerfereinsätze neu nicht mehr erhältlich sind, wurde bei Defekten, Steinschlägen oder rostigen Reflektoren gern auf die (gut verfügbaren und günstigen)
Scheinwerfereinsätze des Audi 200 oder Scirocco zurückgegriffen, die von den Maßen und den Halterungen her gleich sind.
Jedoch weist deren Glas eine absolut flache Vorderseite auf; ein häßlicherSpalt zwischen Glas und Chromblende ist die Folge,
durch den man hinter das Frontblech sehen kann.
Eine Zeitlang wurden auch die modernen Hella-Scheinwerfereinsätze des Auwärter Neoplan verwendet, die allerdings das gleiche optische Manko aufweisen;
noch dazu scheiden sich über die Legalität dieses Umbaus die Geister.