AudiCoupéGL


Audi Coupé GL 1.6L

Das Audi Coupé mit dem kleinesten jemals angebotenen Motor ist heute zugleich auch das seltenste:
vom Coupé GL mit dem 1.6L 75 PS Vierzylinder-Vergasermotor wurden über die kurze Bauzeit von ca. März - Juli 1981 lediglich 966 Exemplare verkauft.

Der heutige Bestand ist nicht zu ermitteln, da diese Version die gleiche Typschlüsselnummer wie der identisch motorisierte Aud 80 trägt.

Das 1.6L Coupé hatte weder Front- noch Heckspoiler und stand auf den 13 Zoll-Stahlfelgen des Audi 80 mit schwarzen Nabenabdeckungen und 165er Reifen.
Das geringe Gewicht von 950 kg verhalf dem Wagen zu einer Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h.

Der Einstiegspreis betrug im März 1981 17.995 DM.

Ab Werk war der Wagen mit einem 4-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert,
gegen 405 DM Aufpreis war das drehzahl- & verbrauchsschonende 4+E-Getriebe lieferbar sowie eine 3-Gang-Automatic für 1160 DM.

Speziell für das Audi Coupé GL hatte man eigene Seitenleisten gestaltet, die flacher als die des GT waren,
anstelle eines breiten Edelstahlstreifens waren hier zwei dünnere Leisten eingelassen.
Die Seitenscheiben trugen mattschwarze Zierleisten (ohne die silberne Zierlinie des GT).
Türrahmen und B-Säule waren (statt mattschwarz wi ebeim GT) in Wagenfarbe lackiert, die Regenrinne am Dach glanzeloxiert.
Letzteres Merkmal sollte letztlich alle künftigen Vierzylindercoupés auszeichen.

Die Innenausstattung war mit der des zweitürigen Audi 80 GLS identisch,
wie bei diesem auch konnten Karovelours in den Farben negro, azur, schilf und sand gewählt werden.
Tacho, Lenkrad und Rückbank entsprachen ebenso dem Audi 80, die Mittelkonsole kam ohne Zusatzinstrumente aus.

Sportsitze sowie Kopfstützen auf der Hutablage waren gegen Aufpreis erhältlich.

Bei den Außenfarben konnte der Kunde zwischen 7 Serienfarben sowie 2 aufpreispflichtigen Sonderfarben und 6 Metallic-Lackierungen wählen.

Zum Modelljahr 1981 bekam auch das Coupé GL eine Bronzeverglasung, jedoch ohne den Grünkeil der GT-Modelle in der Windschutzscheibe.


Audi Coupé GL 1.8L

Anfang Modelljahr 1982 bekam das Audi Coupé GL einen neuen Motor gleicher Leistung von 75 PS, die jedoch nun aus 1.8 Liter Hubraum geholt wurde.

Das neue Triebwerk bedeutete eine Drehmomentsteigerung auf 138 Nm bei 2500 U/min, was einen Gewinn an Laufkultur und Elastizität bedeutete.
Wie bisher standen auch hier für die Kraftübertragung das serienmäßige 4-Gang-Schaltgetriebe sowie (als Mehrausstattung) ein 4+E-Getriebe
oder die bekannte Dreigang-Automatic zur Verfügung.

Das Coupé GL bekam nun (analog zum Coupé GT) serienmäßig eine mit Hochdruck arbeitende Scheinwerferreinigungsanlage
sowie den vorher aufpreispflichtigen beleuchteten Make-Up-Spiegel in der Beifahrersonnenblende.

Dafür entfiel die bisher serienmäßige Bronzeverglasung wieder, gegen Aufpreis war nun jedoch eine grüne Wärmeschutzglasung zu ordern.

Bei der Innenraumgestaltung erfuhr das GL Coupé dieselben Modellpflege-Maßnahmen, die zeitleich im Audi 80 Einzug hielten:
Polster und Türverkleidungen wurden umgestaltet, der Karoveloursstoff blieb jedoch gleich.
Die Kopfstützen wurden eckiger geworden, die Zierleiste auf der Armaturentafel musste nun ohne die dünnen Chromlinien auskommen.
Zudem änderte sich der Heckklappen-Schriftzug - anstelle des bisherigen „Audi C“-Schriftzugs stand nun nur noch „Audi“ auf der linken Seite.

Der Basispreis betrug nun 19.560,- DM.


Zu Beginn des Modelljahrs 1983 bekam das Coupé GL wieder eine neue Motorisierung - mit 1.8L 90PS und 2E2-Vergaser;
das Aggregat ersetzte zeitgleich den bisherigen 85 PS-Vierzylinder im der Audi 80.

Der neue Motor erlaubte eine Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h mit einem Verbrauch von 6 Liter bei 90 km/h und 9,4 Litern im Stadtzyklus.
Wie bisher wurde das Coupé GL mit Vierganggetriebe ausgeliefert, gegen Aufpreis waar das sparsame 4+E-Getriebe 445 DM erhältlich.
Auch die Dreigang-Automatik für 1.280 DM war nach wie vor zu haben.

Zum ersten Mal erhielt das Coupé GL nun serienmäßig einen Frontspoiler (vom Audi 80 GTE) und dem vom Coupé GT bekannten Heckspoiler.
Ab Modelljahr 1983 wurden alle Coupés mit den neuen Halogen-Breitbanscheinwerfern ausgerüstet, die die bisherigen Doppelscheinwerfer ersetzten.
Nach wie vor wurde ab Werk eine Scheinwerferreinigungsanlage geliefert, serienmäßig war nun ebenfalls der Drehzahlmesser.
Der bisherige Holzsschaltknauf wurde durch ein Kunststoffteil ersetzt, die aufgedampfte Chromauflage um und auf den Lüftungsdüsen verschwand.

Der Eintrittspreis betrug im August 1982 21.155 DM.